Nadel-Epilation

GESCHICHTE

 


Die Geschichte der Haarentfernung ist sehr alt, und bis in die Schriften der alten Ägypter zurück zu verfolgen. Schon damals bedienten sich die Ägypter chemischer Substanzen, um die Haare zu entfernen: es waren klebrige Massen, mit denen die Haare herausgerissen wurden. In den Ruinen vom alten Rom wurden Epilationspinzetten gefunden, mit denen sich die Römer die Haare entfernten. Selbst von den Indianern weiß man, dass sie ihre Haare zwischen zwei Muscheln abgerissen hatten und damit eher haarlos erschienen. Die Menschen suchten immer wieder nach neuen Methoden die Haare loszuwerden, aber leider waren diese Methoden immer nur temporärer Natur.

 

Erst im Jahre 1875 wurde mit Hilfe von Strom eine Technik entwickelt, die die Haare auf Dauer entfernen sollte, die Elektroepilation war geboren. Die erste Methode war die Nadelepilation mit Elektrolyse, also auf Basis von Gleichstrom. Damals wurden mehrere Minuten gebraucht, um ein Haar zu entfernen. Erst mit der Entwicklung der Thermolyse um 1920 wurde die Epilation beschleunigt. Durch die Verwendung von Hochfrequenzstrom wurde die Epilationszeit auf ein Bruchteil einer Sekunde reduziert, wodurch schon deutlich schneller gearbeitet werden konnte.

 

Da die Thermolyse auf Erhitzung der Haarwurzel basiert, gab es anfangs immer wieder kleine Verbrennungen und die Behandlung wurde als schmerzhaft empfunden. Erst mit der Weiterentwicklung der Technik kann die Methode heutzutage als sichere und sanfte Haarentfernung eingesetzt werden. Parallel zur Thermolyse wurde auch die Elektrolyse weiterentwickelt und Ende 1940 durch Arthur Hinkel mit der Thermolyse kombiniert. Es entstand das Blendverfahren. Durch das Mischen der beiden Ströme konnte die Elektrolyse deutlich beschleunigt werden, so dass die Behandlung pro Haar nur noch ein paar Sekunden dauert, gegenüber mehreren Minuten in der Anfangszeit. Die Nadelepilation wird bis heute eingesetzt, da sie die einzige Methode für helle oder rote Haare ist, die eine permanente Haarentfernung ermöglicht.