Theorie

HYPERTRICHOSE

 


Die Hypertrichose bedeutet ein vermehrtes Haarwachstum, das an einzelnen Stellen oder am ganzen Körper auftreten kann. Hierbei wandeln sich feine Vellushaare in dicke Terminalhaare, was vor allem bei dunkelhaarigen Menschen vermehrt auftritt. Dabei muss die Überbehaarung in Relation zum Geschlecht, dem Alter und der Rasse gesehen werden, da ein als normal angesehenes Behaarungsmuster je nach sozio-kulturelle Umgebung sehr unterschiedlich sein kann. Die Hypertrichose ist vom Hirsutismus abzugrenzen, da sie keine hormonellen oder krankhaften Ursachen hat, sie ist mehr ein persönliches Empfinden der betroffenen Person von „zu viel Haaren“.

 

Die Hypertrichose trifft i.d.R. Frauen, wenn sie z.B. ein verstärktes Haarwachstum an Oberlippe, Kinn, Wangen und Hals wahrnehmen. Dies kann genetisch bedingt sein (z.B. trifft es Südländerinnen deutlich häufiger als nordische Frauen), oder in manchen Fällen auch durch Medikamente, wie z.B. Antibabypillen, Cortison oder das Blutdruckmedikament Minoxidil, ausgelöst werden.

 

Auch mechanische Reizungen der Haarwurzel im Gesicht, wie z.B. rasieren, zupfen oder wachsen können ein vermehrtes Haarwachstum anregen. Für manche Frauen kann es zum  Teufelskreis werden, wenn die störenden Härchen im Gesicht nach dem rasieren oder zupfen vermehrt nachwachsen. Heutzutage gibt es viele Methoden, den störenden Haarwuchs zu bekämpfen. Wer nicht rasieren, zupfen oder wachsen möchte, kann die Haare auch blond färben, was bei feinern Gesichtshärchen häufig gute Erfolge bringt. Wenn die Behaarung jedoch zu viel wird und nur noch stört, sollten sich die Betroffenen fächmännischen Rat holen und sich in einem Fachinstitut für  permanente Haarentfernung beraten lassen.