Theorie

TEMPORÄRE TECHNIKEN

 


Bei der temporäre, Haarentfernung, auch Depilation genannt, werden die Haare am Haarschaft abgetrennt, ohne die Haarwurzel zu zerstören. Damit bleibt die Versorgung des Haares gewährleistet, so dass es nach kurzer Zeit wieder nachwächst. Es gibt verschiedene Techniken der temporären Haarentfernung, einige davon erläutern wir kurz:

 

 

Rasieren: das rasieren der Haare ist wohl die geläufigste Form der temporären Haarentfernung. Beim Rasieren wird das Haar oberhalb des Hautniveaus abgeschnitten. Dies kann mit Rasierklingen und Rasierschaum (Nassrasur) erfolgen oder mit einem elektronischen Rasierer. Während früher noch die Nassrasur mit einem Rasiermesser stattfand, werden heute hochentwickelte Mehrfachklingenrasierer eingesetzt. Durch das Auftragen von Rasierschaum oder –gel wird das Barthaar im Vorfeld aufgeweicht, um es dann leichter rasieren zu können. Durch mehrere Klingen wird die Gründlichkeit der Rasur erhöht, da die ersten Klingen das Haar ein wenig anheben, bevor es die folgende Klinge abschneidet. Vorteile: die Rasur geht schnell und ist preiswert. Nachteile: da die Haare nur über dem Hautniveau abgeschnitten werden können, wachsen sie schnell wieder nach. Die nachwachsenden Haare fühlen sich sehr stoppelig und borstig an. Eine Rasur bedeutet immer kleine Mikroverletzungen der Haut, was bei einer empfindlichen Haut zu Rasierbrand führen kann.

 

 

Haarentfernung mit Wachs & Sugaring: die Haare werden mit einer wachshaltigen Masse verklebt und dann durch abziehen der Masse herausgerissen. Dabei werden die Haare irgendwo in der Haut oberhalb der Haarwurzel durchtrennt. Vorteile: die Wachshaarentfernung ist deutlich gründlicher als das Rasieren und die Haut fühlt sich glatter an. Die Haare wachsen je nach Körperregion manchmal erst nach zwei oder drei Wochen nach und sind viel feiner als nach der Rasur. Man fühlt keine Stoppeln. Nachteile: die Haarentfernung mit Wachs ist viel aufwändiger als das Rasieren. Es dauert länger und kann teilweise schlecht alleine gemacht werden. Wenn man es in einem Institut machen lässt ist es teuer, da es alle paar Wochen wiederholt werden muss. Manchmal kommt es zu eingewachsenen Haaren, die sich entzünden können.

 

 

Zupfen: das Zupfen der Haare mit einer Pinzette hat eine ähnliche Wirkung wie die Wachshaarentfernung, dass Haar wird in der Haut abgerissen. Bei der Pinzette wird jedoch nicht flächig gearbeitet, sondern jedes Haar einzeln gezupft. Meist wird das Zupfen im Gesicht angewendet, an den Augenbrauen und um den Mund herum. Vorteile: für das Zupfen braucht man in der Regel keine fremde Hilfe, was es sehr preisgünstig macht. Es geht schnell und die Haut fühlt sich erstmal glatt an. An den Augenbrauen können schöne Formen gemacht werden, da jedes Haar einzeln entfernt wird. Nachteile: das Zupfen kann ähnlich wie die Wachshaarentfernung zu eingewachsenen Haaren und stärkeren Hautreizungen führen. Im Gesicht bei Frauen besteht die Gefahr, das Haarwachstum anzuregen, so dass im Bartbereich plötzlich mehr Haare wachsen also vorher.

 

 

Enthaarungscreme: Die Enthaarungscreme weicht das Haar innerhalb von Minuten nach dem Auftragen auf, so dass es mit einem Spatel abgewischt werden kann. Vorteile: keine mechanische Belastung der Haut und keine Mikroverletzungen. Sie ist preiswert, geht schnell und kann jeder alleine machen. Nachteil: in der Creme sind sehr aggressive chemische Bestandteile enthalten, die das Haar aufweichen sollen. Leider greifen diese Bestandteile häufig auch die Haut an, so dass allergische Reaktionen auftreten können.

 

 

Haarentfernung mit Faden: die Haarentfernung mit Faden kommt aus dem Orient und wird häufig von türkischen Barbieren angewendet. Dabei wird ein dünner Faden zwischen zwei Fingern hin- und hergezwirbelt, der dabei quasi mit einer Schlaufe die Haare entfernt. Vorteile: die Methode geht sehr schnell und macht ein gutes Ergebnis. Nachteile: Die Fadentechnik erfordert viel Übung und eine hohe Geschicklichkeit, wodurch man in der Regel auf fremde Hilfe angewiesen ist. Bei der Anwendung im Bartbereich besteht für Frauen auch hier die Gefahr, dass das Haarwachstum angeregt werden kann.

 

 

Haarentfernung durch abflammen: auch das Abbrennen der Haare kommt aus dem orientalischen Raum und wird gerne von türkischen Barbieren angewendet. Normalerweise werden die Ohren- und Nasenhaare mit dieser Technik entfernt. Vorteile: geht schnell, keine mechanische Reizung und damit kaum Hautreaktion. Diese Verfahren erfordert viel Geschicklichkeit.