Spangentechnik

Methode

 

Wirksame und schmerzfreie Methode, um eingewachsene Nägel zu behandeln: Mit der sogenannten Spangentechnik werden eingewachsene Zehennägel behandelt, indem eine feine und kaum sichtbare Spange auf den Nagel geklebt wird. Die schmerzfreie Spangentechnik wird bei der Fußpflegebehandlung angeboten. Die Spangentechnik ist eine noch neue und nicht weit verbreitete Möglichkeit zur Behandlung eingewachsener Zehennägel.

 

Sie lindert die Auswirkung und kann bei gutem Gelingen sogar das Problem ausheilen, die Ursachen bekämpft sie jedoch nicht. Gründe für eingewachsene Zehennägel gibt es viele: zu enge und unbequeme Schuhe, zu kurz geschnittene Zehennägel und Fußverletzungen, zum Beispiel auch durch zu intensives Laufen (Joggen). Wer also an eingewachsenen Zehennägeln leidet, der sollte versuchen, seine Gewohnheiten dahingehend zu ändern, dass die meisten Probleme ausgeschlossen werden können.

 

Eingewachsene Zehennägel sind meist durch falschen, zu kurzen Schnitt verursacht. Ohne fachkundige Hilfe können sie zu nachhaltigen Quälgeistern im Schuh werden, die einem das Gehen verleiden. Eine altbewährte Methode, den Zehennagel nach dem Schnitt am erneuten Einwachsen zu hindern, ist ein Vlies, das in den Nagelfalz eingelegt wird. Aber mit der neuen Spangentechnik-Methode und mit geringem Aufwand bekommt der Nagel so die Möglichkeit, über die kritischen Stellen hinauszuwachsen.

 


Ablauf

 

Die Spangentechnik ist eine völlig schmerzfreie Behandlungsmethode, mit der gute Erfolge erzielt werden können. Sie kann von der Fußpflegerin angewandt werden und ist kein medizinischer Eingriff. Eine "Spange" aus sehr dünnem Draht oder Kunststoff wird dabei um den Nagel gelegt und festgezogen. Nach der Untersuchung und fallspezifischen Diagnose des Nagelproblems kann in den meisten Fällen von eingewachsenen Nägeln eine Spange gesetzt werden.

 

Zunächst werden zwei Spangenschenkel, welche aus Federstahldraht teilweise vorgefertigt sind, an die individuelle Nagelform angepasst. An den Enden des Drahtes wird jeweils ein sehr kleines Häkchen gebogen, welches unter den Nagelrand eingehakt wird. Da die Spangenschenkel nicht aufgeschoben, sondern sanft unter den Nagelrand eingehängt werden ist das Einsetzten für den Kunden kaum spürbar. Anschließend werden der rechte und der linke Spangenschenkel mit einer Schlaufe verbunden. Die Zugkraft der Spange wird zusammen mit dem/der Kunden/in abgestimmt: Die Spange soll festsitzen und der Kunde soll eine Erleichterung, jedoch keinen unangenehmen Zug spüren.

 

Mit Aktivierung der Korrekturspange wird der Nagel leicht angehoben und kann so wieder gesund und gerade wachsen. Nachdem alle überflüssigen Drahtenden entfernt sind, kann die Spange mit künstlicher Nagelmasse versiegelt werden, wodurch die Spange fixiert, und mögliche Schäden (z.B. an Feinstrümpfen) durch abstehende Drahtenden verhindert werden.

 

Je nach Fall bleibt die Spange für mehrere Wochen auf dem Nagel und wächst mit. Weder in der Freizeit, noch im Beruf, ist während dieser Zeit mit Einschränkungen zu rechnen. Das garantiert dem Patienten höchsten Tragekomfort. Gegebenenfalls wird nach einiger Zeit die Spange noch einmal nach hinten versetzt und die Zugkraft neu reguliert. Durch den entstehenden Zug wird der Nagel dazu gezwungen, sich wieder in seiner natürlichen Wuchsrichtung zu entwickeln und sich nicht rechts oder links im Nagelbett zu verlieren.

 

Die Spange oder Drahtschlinge verbleibt für einige Wochen am Nagel, bis dieser sich korrekt zurecht gewachsen hat. Je nachdem, wie schnell der Nagel wächst, muss der Vorgang mehrmals wiederholt werden. Die Spangen verringern den Druck auf die Nagelecken. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Maßnahme. Wir beraten Sie gerne.


Vorteile

 

Wer mit einem eingewachsenen Fußnagel zum Arzt geht, dem wird der Arzt meist die komplette Entfernung des Nagels empfehlen. Dies ist nicht nur eine sehr schmerzhafte Prozedur, sie löst das Problem auch nicht nachhaltig, denn der nachwachsende Nagel findet ähnliche Bedingungen und dazu noch ein verletztes, empfindliches Nagelbett vor.

 

Die Entfernung des Nagels kann also nur in denjenigen Fällen uneingeschränkt empfohlen werden, in denen sich das umliegende Gewebe bereits stark entzündet hat und behandelt werden muss. Für nicht so dringende Fälle ist die Spangentechnik auf jeden Fall einen Versuch wert. Die Therapiemethode ist für alle Altersgruppen geeignet und kann auch bei Nickel-Allergikern und Diabetikern angewandt werden.

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